Bruststraffung

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Im Laufe der Jahre verliert der Körper immer mehr an Elastizität. Dies wird unter anderem besonders an der weiblichen Brust sichtbar. Da mit zunehmendem Alter auch das Bindegewebe erschlafft und sich das Drüsengewebe zurückbildet, sind hängende Brüste die Folge. Zusätzliche Einflüsse wie Schwangerschaft, Stillzeit, Hormone oder Gewichtsreduktion beeinflussen die Form der Brust ebenfalls ungünstig. Die betroffene Frau leidet meist unter diesen Veränderungen und empfindet eine enorme Belastung durch die “Hängebrust”. Das Dekoltee ist nicht mehr voll, die Suche nach passender Oberbekleidung fällt schwerer. Ein guter Chirurg kann der Brust mit einer Bruststraffung wieder eine ansprechende Form geben.

Operationstechniken bei einer Bruststraffung

Die Technik hängt von vielen Faktoren ab. Neben der Brustform und dem Maß der Absenkung sind die Gewebebeschaffenheit und das Wunschergebnis ausschlaggebend. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wobei sicherlich für Patientin und den Chirurgen neben der Form auch die geringstmögliche Narbenbildung ausschlaggebend ist.

In den verschiedenen Operationstechniken wird das überschüssige Hautgewebe entfernt und der Warzenhof verkleinert, ggf. wird auch das Einsetzen eines Implantates als notwendig erachtet. Mittlerweile gibt es mehr als 20 unterschiedliche Schnittführungen, die angewandt werden können.

Handelt es sich z.B. um eine kleine und nur wenig hängende Brust, kann ein Schnitt um die Brustwarze notwendig sein, bei dem der Warzenhof verkleinert und ein Stück weit heraufgesetzt wird. Unter Umständen auch ein Implantateinsatz. Bei stark hängenden Brüsten wird aber oftmals die Schnittführung um den Brustwarzenhof herum, senkrecht hinunter zur Brustumschlagfalte, durchgeführt. Neben der Verkleinerung der Brustwarze wird dann auch überschüssiges Hautgewebe entfernt und die Brust neu modelliert.

Welche Schnittmethode letztendlich gewählt wird hängt von der individuellen Brust und der Erfahrung des Chirurgen ab. Wird kein Drüsengewebe entfernt, kann die Stillfähigkeit erhalten werden.

Operationsverlauf der Bruststraffung

Vor der Operation werden die Brüste vom behandelnden Arzt genau vermessen und zusammen mit der Patientin der Rahmen der Möglichkeiten abgesteckt. Anschließend wird die Schnittführung eingezeichnet. Nachdem die Mastopexie in Vollnarkose eingeleitet wurde, werden die Schnitte entlang der Markierungen durchgeführt. Anschließend wird die Brustwarze und ein Teil des Drüsengewebes nach oben versetzt und mittels einer Naht in der gewünschten Position fixiert. Nun kann mit dem Hautmantel die Form der Brust modelliert werden. Die Operation wird dann mit dem Einlegen der Drainagen und einem Verband abgeschlossen.

Nach der Bruststraffung

Leichte Schmerzen nach der Operation durch Blutergüsse sind normal, auch ist die Brust anfangs empfindlich und geschwollen. Diese Symptome kann man aber mit kühlenden Auflagen lindern. Nach zwei bis drei Tagen können die Drainagen entfernt werden, wobei die Fäden erst nach ca. zwei Wochen gezogen werden. Ein Klinikaufenthalt von mind. drei Tagen sollte eingeplant werden. Zusätzlich wird ein speziell stützender BH in den ersten drei bis sechs Wochen rund um die Uhr getragen. Sportliche Aktivitäten oder schweres Heben sollten in den ersten zwei Monaten vermieden werden. Zudem wird angeraten die Brust in den ersten 6 Monaten keiner direkten Sonneneinstrahlung oder Solarien auszusetzen, um unschöner Narbenbildung oder Pigmentveränderungen vorzubeugen. Um Schmerzen zu lindern und Entzündungen vorzubeugen, kann man CBD Öl nehmen.

Steckbrief Bruststraffung

Ziel des Eingriffes: Die Bruststraffung oder Mastopexie ist ein Verfahren zum Anheben und Neuformen von erschlafften, hängenden Brüsten. Dabei werden tief stehende Brustwarzen ebenfalls in eine höhere, jugendliche Position gebracht.
Durch die Operation können Form, Festigkeit und Größe der Brust verbessert und stärkere Ungleichheiten der Brust (Asymmetrien) ausgeglichen werden.

Behandlungsdauer: 1 – 3 Stunden

Betäubung: In der Regel Allgemeinnarkose, bei kleineren Straffungen örtliche Betäubung mit Dämmerschlaf

Ambulant oder stationär: Kleiner Straffungen  können bei gesunden Frauen ambulant durchgeführt werden.

Nach der Behandlung: Spannungsgefühl, Schwellung, Blutergüsse, blaue Flecke sind normal. Eventuelle Drainagen werden nach 24 Stunden entfernt. Die Narbe verläuft entweder nur um die Brustwarze herum oder Sie haben zusätzlich noch eine senkrecht bis leicht über die Brustfalte verlaufende Narbe (Lejour-Technik).

Risiken: Vermehrte Blutung, Entzündung, breitere unregelmäßige Narben. Vorübergehende Gefühlslosigkeit in der Brustwarze.

Erholungszeit:  Nach ein bis zwei Wochen können die normalen Aktivitäten wieder aufgenommen werden, sportliche Aktivitäten nach 6 Wochen. Die Fäden bleiben etwa 2 Wochen. Die anfangs gerötete Narbe blasst innerhalb eines Jahres ab. Die Haut und das Brustgewebe lockert sich wieder mit dem natürlichen Alterungsprozess oder bei Gewichtsveränderungen

Risiken bei der Bruststraffung

Bruststraffungen gehören zu den Schönheitsoperationen, die einen gewissen Aufwand benötigen. Es gelten die üblichen Operationsrisiken wie Nachblutungen und Infektionen oder Probleme mit dem Heilen der Wunde. Hinzu kommt das Risiko der Vollnarkose. Spezielle Risiken der Bruststraffung sind identisch mit den Risiken der Brustverkleinerung. Hierzu zählen vor allem mögliche Kunstfehler des durchführenden Arztes. So kommt es zuweilen vor, dass die Brüste nach der OP asymetrisch sind. Die Brustwarzen können zu hoch oder zu zu seitlich platziert worden sein. Wenn beim Versetzten der Brustwarzen Nerven verletzt werden, kann die Stillfähigkeit gefährdet sein. Auch zu einer Störung der Brustwarzensenibilität kann es kommen. Extrem selten nur ist die Nekrose, das Absterben der Brustwarzen infolge von Durchblutungsstörungen. In diesem Fall müßten die Brustwarzen neu geformt und anschließend tätowiert bzw. pigmentiert werden.

Alternativen zur Bruststraffung

Straffere Brust durch Fitnesstraining

Generell gilt, das eine Gewichtabnahme und ein gleichzeitiges Muskeltraining für ein strafferes Dekolleté sorgen können. Allerdings darf man keine Wunder erwarten und die Bruststraffung mittels Muskelaufbautraining ist vor allem eher bei kleineren Brüsten sichtbar. Die weibliche Brust besteht hauptsächlich aus Fett und Drüsengewebe. Speziell bei größeren Brüsten führt ein chirurgischer Eingriff zu deutlich besseren Resultaten. Bei gleichzeitiger Gewichtabnahme und Fettreduzierung kann allerdings das Erscheinungsbild auch hier verändert werden, allerdings nur bei dauerhafter Ernährungsumstellung und konsequentem Training. Die Größe des Busens wird sich außerdem wahrscheinlich deutlich verringern.