Faltenreduzierung

Informationen

Langsam und schleichend kommen sie. manchmal früher, manchmal später. Besonders gerne im Gesicht. Neben der genetischen Veranlagung, die schuld für den Alterungsprozess ist, tragen Sonnenlicht und der individuelle Lebensstil zur Faltenbildung bei. Mit den Jahren verliert das Gesicht feuchtigkeitsspendende Substanzen, die stützenden Polster aus Kollagen und Elastin gehen mehr und mehr verloren. Die Gesichtshaut erschlafft und hängt, Falten bilden sich. Faktoren wie Sonne, Ernährung oder Rauchen können den Alterungsprozess der Haut beschleunigen. Die genetische Veranlagung spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Cremes und Gesichtsmasken haben Hochkonjunktur und selbst relativ junge Menschen suchen einen Arzt auf, um sich Spritzen gegen erste Falten verabreichen zu lassen. Mit der höheren durchschnittlichen Lebenserwartung ist auch der Anspruch an die Lebensqualität gestiegen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Falten zu korrigieren. Das am Besten anzuwendende Verfahren ist abhängig von der Lage und Ausprägung der Falten. Falls die Haut bereits hängt, eignet sich eher ein Face-Lift, entweder als großes Facelifting oder als Mini-Liftung. Klicken Sie für Informationen zu diesen Themen auf die entsprechenden Links. An dieser Stelle geht es vor allem um die nichtoperativen Möglichkeiten der Faltenbekämpfung.

Methoden

Faltenbehandlung mit der Spritze

Es gibt inzwischen sehr viele verschiedene Füllstoffe(Filler) auf dem Markt. Lesen Sie dazu auch unter Füllmittel. Das Prinzip ist meistens immer gleich…eine Mimikfalte wird durch das Unterspritzen eines Füllstoffes angehoben. Grundsätzlich unterschieden wird dabei zwischen resorbierbaren Stoffen und nicht rerorbierbaren Füllmaterial. Letztgenannte halten dauerhaft, sind jedoch umstritten, da es an wissenschaftlichen Langzeitstudien mangelt. Es gilt jedoch als sicher, das Nebenwirkungen auch noch Jahre nach der Behandlung auftreten und dann oft nur sehr kostenintensiv zu beseitigen sind. Unsere klare Empfehlung lautet deshalb, auf resorbierbare Materialien zurückzugreifen, auch wenn die Wirkung leider nicht von Dauer ist und die Behandlung häufig bereits nach einigen Monaten wiederholt werden muss. (Ausnahme: Eigenfett) Dafür gibt es aber auch nur sehr selten Komplikationen.

Füllmittel

Botox

Botox ist ein äußerst wirksames Mittel zur Faltenbekämpfung, insbersondere der sogenannten Mimikfalten. Es wird unter die Haut gespritzt und lähmt die Muskulatur, die die Falten verursacht. Da Botox ein Gift ist war seine Anwendung anfänglich sehr umstritten. Doch seit die Anwendung von Botox unter fachärztlicher Durchführung als relativ sicher gilt, ist die Nachfrage nach dem Wirkstoff enorm gestiegen. In den USA ist es schon beinahe ein Trend. Immerhin soll die Anzahl an der mit Botox behandelten Personen dort bereits die Millionengrenze deutlich überschritten haben.

Erstaunliche Ergebnisse kann die Behandlung mit nur einer Botox Spritze bereits bringen. Allerdings ist die Wirkung nicht von Dauer, das Mittel wird mit der Zeit vom Körper abgebaut und erfordert eine erneute Behandlung nach cirka 6 Monaten. Botox ist ein Gift und als solches nicht gänzlich ungefährlich. Schon kleine Fehler in der Dosierung können erstarrte Gesichtszüge verursachen, die sich allerdings meistens in wenigen Wochen wieder zurückbilden. Es kommt außerdem immer wieder vor, das ein Patient resistent gegen das Serum ist, so das keine Wirkung erzielt werden kann. Besonders Zornesfalten und Krähenfüsse eigenen sich zur Behandlung mit der Botox-Spritze.

Hyaluronsäure

Auf unserer anhaltenden Suche nach dem Jungbrunnen gibt es ein hervorragendes Mittel, die Hyaluronsäure. Hyaluronsäure (HA), ein Schlüsselbestandteil des menschlichen Gewebes, der die Flexibilität, Mobilität und Feuchtigkeitsspeicherung des Körpers unterstützt, entwickelt sich zu einem wichtigen Bestandteil vieler Anti-Aging-Schönheitsprodukte. Mit zunehmendem Alter nimmt der Hyaluronsäurespiegel in unserem Körper ab, was zum Auftreten von Falten, feinen Linien und Trockenheit in der Haut beiträgt. Hyaluronsäure-Schönheitsprodukte und Injektionen können das Erscheinungsbild von Linien und Falten verringern, indem sie den natürlichen Hyaluronsäurevorrat des Körpers wieder auffüllen und/oder den Körper dazu anregen, seinen eigenen HA-Vorrat zu verjüngen.

Injektionen mit Hyaluron können schnell und mit geringer Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen verabreicht werden. Es entscheiden sich mehr Menschen als je zuvor dafür, auf invasive plastische Eingriffe zu verzichten und sich stattdessen für weniger schmerzhafte und zeitaufwändige Verfahren zu entscheiden. Gegenwärtig werden Hyaluronsäure-Injektionen am häufigsten um den Mund herum und bei Stirnfalten und Lachfalten sowie zur Vergrößerung, Befeuchtung und “Aufpolsterung” der Lippen verwendet.

Der gesamte Injektionsvorgang dauert weniger als eine Stunde und erfordert Wiederholungsbehandlungen alle vier Monate bis zu einem Jahr. Hyaluronsäure-Behandlungen sind teurer als solche mit Kollagen, aber Hyaluronsäure-Injektionen halten länger, weil sie der Haut helfen, die natürliche Feuchtigkeit zu bewahren. Wenn der Füller injiziert wird, polstert er die Haut auf, indem er ihr erlaubt, Wasser anzuziehen und zu halten. Nebenwirkungen sind bei Hyaluronsäure viel unwahrscheinlicher als bei Kollagen, was zu ihrer Attraktivität als alternative Behandlung beiträgt.

Risiken

Eine sorgfältige Auswahl des Arztes ist neben dem am besten passenden Füllmaterial das wichtigste Kriterium, um Risiken zu minimieren. Bei einem plastischen Chirurgen gehört auch die Faltenbehandlung mit  Spritzen zur Ausbildung. Hier ist man wohl am sichersten aufgehoben. Aber auch einige Dermatologen können auf diesem Gebiet inzwischen gute Ergebnisse vorweisen.  Schwieriger ist die Wahl des zu verwendenden Fillers. Ein Beratungsgespräch, dass Sie über die Kosten aufklärt und ihre persönlichen Wünsche berücksichtigt, sollte in jedem Fall vorausgehen. Eigenfett hat sich als besonders sicheres Füllmaterial erwiesen. Die Anzahl der Hersteller und Produkte nimmt indessen unaufhörlich zu.

Da es sich um einen Milliardenmarkt handelt, ist diese Tatsache auch nicht verwunderlich. Angesichts dieser Fülle an Produkten ist es nicht einfach, ein bestimmtes Material zu befürworten. Silikonöl hört jedoch auf keinen Fall dazu. Es kann schwere Nebenwirkungen verursachen, auch noch lange Zeit nach der Behandlung. Außerdem sollten alle permanent im Körper bleibende Füllstoffe nur von äußerst erfahrenen Ärzten verwendet werden. Die Gefahr von Allergien, Schmerzen und Schwellungen ist nicht auszuschließen. Grundsätzlich kann man sagen, das resorbierbare ” Filler” den „nicht resorbierbaren Materialien“ zur Unterfüllung der Haut vorzuziehen sind.

Hyaluronsäure hat sich nicht nur als guter Filler bewährt, sondern kann darüber hinaus auch zu einem Gewebeaufbau führen. Zu allergischen Reaktionen kommt es äußerst selten. Bei einer Unverträglichkeit gegenüber Hyaluronsäure kann außerdem schnell Hilfe geleistet werden. Fazit: Das perfekte Füllmaterial ist noch nicht gefunden. Das Ziel, es in naher Zeit zu finden, wird von Wissenschaftlern und plastischen Chirurgen jedoch hartnäckig verfolgt. Vielleicht gibt es eines Tages ein Ersatzgewebe, das auf Basis von körpereigenen Gewebeproben in Labors gezüchtet werden kann. Der anscheinend durch die Hyaluronsäure ausgelöste Gewebeumbau lässt die Wissenschaft jedenfalls in diese Richtung forschen.

Alternativen

Zuerst die schlechte Nachricht: Wir können die Faltenbildung nicht verhindern. Falten sind etwas natürliches und Teil des Alterungsprozesses. Die gute Nachricht: Wir können beeinflussen, ob sie früher oder später kommen. Mit entsprechender Lebensweise und Pflege kann man einiges tun, was die Faltenbildung verlangsamt.

Vorbeugung

Leider können wir unsere Erbanlagen nicht beeinflussen, denn diese sind zu cirka 50 Prozent an unserer individuellen Hautalterung schuld. Wir müssen uns also den anderen 50 Prozent zuwenden, denn diese sind durchaus beeinflussbar. Der schlimmste Feind in diesem Punkt sind die sogenannten freien Radikale, aggressive Sauerstoffatome, die unsere Hautzellen angreifen. Ungesunde Lebensweise begünstigt deren Vermehrung. Regelmäßiger Sport, gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und das Verwenden von feuchtigkeitsspendenden Cremes sind hilfreich, wenn es darum geht, die Faltenbildung hinauszuzögern. Ausgiebiges Sonnenbaden, Rauchen, Alkohol und Stress sind hingegen die Feinde eines schönen und jungen Hautbildes.

Anti-Aging Cremes

Obwohl es eine nahezu unüberschaubare Anzahl dieser Produkte auf dem Markt gibt, die in der Werbung sehr viel versprechen: Den Faltenkiller gibt es nicht, jedenfalls noch nicht. Bestenfalls können kleine Knitterfältchen reduziert werden, allerdings so minimal, dass die Wirkung mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen ist. Wenn Sie trotzdem eine Creme zur Hilfe nehmen wollen, achten Sie darauf, das Vitamin C, A, Glykolsäure und (oder) Kupfer enthalten sind. Diese Stoffe regen die Kollagenproduktion an.