Nasenkorrektur

Wenn das Gesicht unharmonisch wirkt, ist oftmals die Form der Nase der Grund. So erscheint sie häufiger unpassend und fällt dem Betrachter direkt ins Auge. Die Nase als direkter Blickfang wird dann oft zum Problem für den Betroffenen, das ihn auch psychisch belastet. Dieses Problem kann durch eine professionelle Nasenkorrektur (Rhinoplastik) behoben werden. Es können weitestgehend alle Formen der Nase korrigiert werden, von der Höckernase über „zu lange Nasen“ bis hin zu Maßnahmen, die neben astethischen Aspekten auch die Funktion als Atmungsorgan betreffen. Vielleicht ist nicht jeder Wunsch realisierbar, doch eine wesentliche Verbesserung ist sicher möglich.

Ziel der Operation, die einen geübten und gut ausgebildeten Operateur voraussetzt, sollte die harmonische Anpassung der Nase an die charakteristischen Gesichtszüge des Patienten sein. Als Ergebnis steht dann das persönliche Wohlbefinden des Patienten mit einer neuen positiven Erscheinung. Damit einhergehend wird auch das Auftreten durch ein verbessertes Selbstbewusstsein erheblich stärkt. Jeder Patient handelt aus einer anderen Motivation heraus und sollte sich deshalb genauestens mit dem Für und Wider einer Nasenkorrektur auseinandersetzen. Außerdem gibt es für eine ästhetische Nasenoperation, anders als bei den meisten anderen Schönheitsoperationen, gewisse Richtlinien bezüglich des Alters. So sollte man die Pubertät vollendet (das Wachstum ist abgeschlossen) und das 40.Lebensjahr nicht überschritten haben (bessere Heilung).

Die Rhinoplastik (auch bekannt als “Nasenkorrektur” oder Nasenplastik) ist eine Art der plastischen Chirurgie, die verwendet wird, um die Funktion oder das Aussehen der Nase einer Person zu verbessern. Die Technik hat eine tiefgreifende Geschichte, da sie zuerst von Sushruta (oft als der “Vater der Chirurgie” bezeichnet) entwickelt wurde, der im alten Indien um 500 v. Chr. lebte. Mehrere Jahrhunderte später wird seine Methode der Stirnlappen-Rhinoplastik auch heute noch fast unverändert praktiziert. Eine Rhinoplastik kann aus ästhetischen Gründen (kosmetische Chirurgie) oder zur Behebung von angeborenen Defekten oder Atemproblemen (rekonstruktive Chirurgie) durchgeführt werden.

Menschen mit einer leicht abnormalen Nase haben das Gefühl, dass die Form oder Größe ihrer Nase eine Quelle von sozialem Unbehagen und Peinlichkeit ist. Aber mit einer Nasenkorrektur müssen Patienten nicht mit einer entstellten Nase leben. Die plastische Chirurgie kann das Aussehen ihrer Nase nahtlos verbessern und ihnen somit ein Gefühl des Selbstwertgefühls vermitteln. Mit einer normal aussehenden Nase und Gesichtszügen können sie gesellschaftliche Ereignisse mit Selbstvertrauen und Elan genießen.

Eine Nasenkorrektur wird unter Vollnarkose oder örtlicher Betäubung durchgeführt, je nach Ermessen des Arztes und der Präferenz des Patienten. Es werden Einschnitte an der Nase vorgenommen, um das weiche Gewebe der Nase zu entfernen und den darunter liegenden Knorpel und Knochen freizulegen. Der Knorpel und Knochen wird dann neu geformt, um die Deformität zu korrigieren. Ein künstliches Implantat ist notwendig, wenn die Knochenstruktur geschwächt oder beschädigt ist, etwa durch einen Unfall. Die Umformung ist nicht rein kosmetisch, sie kann auch zur Verbesserung der Atmung erfolgen.

Optimale Ergebnisse für eine Nasenkorrektur erzielen

Die korrigierende Rhinoplastik ist einer der am häufigsten durchgeführten chirurgischen Eingriffe in der ästhetisch-plastischen Chirurgie, aber auch einer der Eingriffe mit dem höchsten Risiko der Unzufriedenheit der Patienten in Bezug auf das Ergebnis. Die wachsende Besorgnis konzentriert sich weitgehend auf die psychologischen Gründe, die Patienten dazu bewegen, sich einer Nasenkorrektur zu unterziehen, gegenüber den Auswahlkriterien, die von Chirurgen zu befolgen sind.

Zu diesem Zweck wurden mehrere psychologische Überlegungen angestellt:

  • die Gefühle des Individuums, die sich aus dem Vorhandensein einer tatsächlichen Deformität oder aus dem bloßen subjektiven Gefühl einer solchen ergeben
  • die Art und das Ausmaß der Einschränkungen des Wunsches des Patienten, die Deformität loszuwerden
  • die Konflikte, die sich aus dem Kontrast zwischen den subjektiven Vorstellungen von Deformität und Perfektion und dem, was tatsächlich durch eine Operation erreicht werden kann, ergeben.

Einigen Patienten ist das egal und sie würden schnell einwenden, dass eine Nasenkorrektur ein Ausdruck der Erfahrung, des Könnens und des ästhetischen Geschmacks des Chirurgen ist.  Dies trifft teilweise zu, vor allem bei Schönheitschirurgen, die einen ausgeprägten Sinn für Ästhetik haben.  Den scheinbar gegensätzlichen Standpunkten wird mit einer angemessenen und kooperativen Planung der Operation begegnet, die entscheidend ist, um ein optimales Ergebnis zu erzielen – oder die ästhetischen Erwartungen des Patienten so weit wie möglich zu erfüllen.

Das präoperative Gespräch

Das präoperative Gespräch oder die Auswertung gibt dem Patienten und dem Chirurgen die Möglichkeit, ihre unterschiedlichen und entscheidenden Gesichtspunkte zu besprechen, wie z. B. die Variabilitätsspannen im Vergleich zum erwarteten Ergebnis und mögliche Komplikationen unabhängig vom technischen Verfahren. An der Spitze des Prozesses steht eine sorgfältige Analyse der Parameter und Proportionen des Gesichts, die als Referenzpunkte für männliche und weibliche Schönheit gelten. 

Als nächstes sollte dem Patienten zu verstehen gegeben werden, dass sein subjektiver Wunsch, sein Aussehen nach seinen eigenen ästhetischen Kriterien und Wünschen zu verändern, bestimmte Kriterien erfüllen sollte, um Harmonie und objektive Proportionen zu gewährleisten. Vielmehr ist es für den Chirurgen oft schwierig, die technischen Konzepte anhand spezifischer anatomischer Referenzen für den Patienten verständlich zu erklären.  Die Verwendug von fotografischen Bildern und Illustrationen würde zu einem gegenseitigen Verständnis beitragen.

Simulation der Nasenkorrektur am Bildschirm

Das Aufkommen der digitalen Bildgebung bringt zahlreiche Vorteile mit sich, da sie bequemer sind.  Sowohl der Chirurg als auch der Patient können akribisch arbeiten, da Computer es ermöglichen, Bilder und technische Skizzen von Rhinoplastiken zu erfassen, zu speichern und zu katalogisieren.  Außerdem stehen vielseitige und leistungsstarke Anwendungsprogramme zur Verfügung, die chirurgische Alternativen effektiv hervorheben und generell helfen, zuverlässige ergebnisorientierte Daten zu liefern. Aus “klinischer” Sicht bietet diese Technik die Möglichkeit, ein Bild zu erzeugen, das sehr nah an der Realität ist, gleichzeitig “zwingt” sie den Chirurgen zu einem “vereinbarten” Ergebnis.

Ablauf einer Nasenkorrektur

Je nach Art und Weise der gewünschten Veränderung gibt es verschiedene Möglichkeiten, aber auch Vorlieben bzw. Fertigkeiten des jeweiligen Operateurs. Wir stellen Ihnen 2 OP-Techniken vor:

  • Wird eine “offene” Rhinoplastik bevorzugt, so wird ein kleiner Schnitt am Nasensteg gemacht (Verbindung zwischen den beiden Nasenlöchern) und über diesen Zugang operiert. Dies ist oftmals bei sehr umfangreichen Operationen nötig.
  • Bei der anderen Variante werden Schnitte im Naseninneren gemacht, wodurch nach außen hin keine sichtbaren Narben bleiben. Allerdings ist ein sehr erfahrener Operateur zu bevorzugen, da er allein über die Nasenlöcher Einblick hat.

Je nach Beschaffenheit der Nase können zusätzliche Schritte nötig werden, wie z. B. die Korrektur einer schiefen Nasenscheidewand oder bei eingefallenen Nasenrücken (Sattelnase) das Einsetzen von körpereigenem Knorpel. Dazu können auch künstliche Implantate benutzt werden, die aber vom Körper weitaus schlechter vertragen werden.

Ablauf der Nasenoperation

In der Regel wird die Operation unter Vollnarkose durchgeführt, der Anästhesist ist während der kompletten Operation meistens anwesend. Nur kleinere Korrekturen werden gelegentlich auch in örtlicher Betäubung durchgeführt. Nach den notwendigen Schnitten werden mit speziell entwickelten Instrumenten einzelne Hautpartien gelöst und Knorpel sowie Knochen in die gewünschte Form gebracht, z.B. Höcker abgetragen. Anschließend wird die fertige Nase mit einem Gips oder Schienen fixiert. Eventuelle kleinere Nachblutungen werden mit Tamponaden in den Nasenlöchern aufgefangen, welche aber normalerweise bereits nach kurzer Zeit entfernt werden können.

Nach dem Eingriff

In der Regel ist ein kürzerer Krankenhausaufenthalt (ein bis zwei Nächte) sinnvoll. Besonders in den ersten Stunden nach dem Eingriff können Schwellungen oder auch Kopfschmerzen auftreten, daher ist es ratsam in den ersten Tagen mit erhöhtem Oberkörper zu schlafen. In der ersten Woche ist es unbedingt notwendig, jeglichen Kontakt mit der der Nase zu vermeiden, da sonst der ganze Operationserfolg darunter leiden könnte. Die Nase sollte z.B. nicht geschnäuzt werden, lediglich ein Abtupfen ist erlaubt. Beim Essen, Zähne putzen, Küssen etc. ist in jedem Fall Vorsicht geboten, da es zu ungewollten Berührungen und somit zu Veränderungen der frisch operierten Nase kommen kann. Auch auf Sport sollte in den ersten sechs bis acht Wochen verzichtet werden, ebenfalls auf direkte Sonnenbestrahlung oder Solarium. Für Brillenträger könnte es ratsam sein, in dieser Zeit evtl. auf Kontaktlinsen umzusteigen.

Risiken einer Nasenkorrektur

Die Risiken sind normalerweise gering, dennoch wollen wir auf sie aufmerksam machen. Neben den üblichen Narkosegefahren können Wundheilungsstörungen bzw. Infektionen auftreten. Verletzungen des Tränenkanals, der Riechnerven oder des Gefühlsnervs sind sehr selten. Nach dem Eingriff kann es zur vorübergehenden Taubheit und eingeschränkter Riechfähigkeit kommen, was aber schnell nachlässt. Zusätzlich kann es zu Problemen durch Knorpel und Knochenwucherungen kommen, die das Ergebnis beeinträchtigen und zu Entzündungen oder Verwachsungen heranreifen können.

Detaillierte Aufklärung erhalten Sie durch das intensive und individuelle Beratungsgespräch mit ihrem Chirurgen, der an dieser Stelle auch einen Aufklärungsbogen zur Hand haben wird.

Rhinoplastik – Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen einer Nasenkorrektur sind selten und die Komplikationen sind gering. Allerdings hat jede Operation ihre eigenen unerwünschten Ergebnisse. Um diese zu vermeiden, müssen Sie nur sehr gehorsam gegenüber dem sein, was Ihnen verschrieben wird. Es kann nicht schaden, jemandem zu folgen, der sich auf diesem Gebiet besser auskennt, auch wenn es für Sie unbequem ist. Um sich mit diesen besser vertraut zu machen, werden im Folgenden fünf davon näher erläutert.

Wundinfektionen

Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Nebenwirkungen der Rhinoplastik auftreten, ist geringer als zwei Prozent. Bei Abszessen, Zellulitis und Granulomen stehen immer Antibiotika und Drainagen zur Verfügung. Tatsächlich erhöht die Verwendung eines Implantats die Rate der Wundinfektionen.

Geplatzte Blutgefäße

Nach der Operation können Sie kleine, rote Flecken auf Ihrer Nase bemerken. Das sind Nebenwirkungen der Nasenkorrektur, die durch die geplatzten Blutgefäße entstehen. Achten Sie darauf, denn sie können auch dauerhaft sein. Meistens kommt es jedoch nicht vor, aber es sollte nicht vernachlässigt werden.

Abnormale Form

Dies ist eine der Nebenwirkungen der Nasenkorrektur, deren Faktoren außerhalb der menschlichen Kontrolle liegen können. Eine abnormale Form der Nase kann durch einen Lapsus während des chirurgischen Eingriffs verursacht werden, der Kopf des Patienten wurde nicht erhöht gehalten und er schlief auf einer Fläche ohne richtige Schiene. Die Nase kann zu einer Seite ziehen, wenn der Gips sie nicht richtig stützt.

Blutung

Um das Ausmaß dieser Art von Nebenwirkungen der Rhinoplastik zu reduzieren, sollte der Patient nicht zum Schnäuzen drängen. Die Blutung kann sogar bis zu einer Woche oder vier Monaten dauern. Es kann so lange sein, also ist hier wirklich Geduld gefragt.

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Erfahrungsbericht einer Nasenkorrektur

Evelyn D. aus Mönchengladbach

“Meine Nasenkorrektur verdanke ich eigentlich einer Verengung meiner Nasescheidewand. Mein Besuch beim HNO – Arzt galt dann auch ausschließlich diesem Problem, denn meine Atmung war doch teilweise sehr behindert. Die Diagnose ergab dann auch, dass eine Operation auf jeden Fall angebracht sei. Nun ergab sich dadurch auch direkt die Gelegenheit, meine Nase etwas verändern zu lassen, denn die war schon etwas lang geraten und bildete für meinen Geschmack etwas zu ausgeprägt den Mittelpunkt meines Gesichtes. Dies war zwar bereits seit 34 Jahren so, doch ich hatte schon immer insgeheim den Wunsch, hier etwas nachhelfen zu lassen.

Meine finanziellen Mittel erlaubten mir die Erfüllung dieses Wunsches bisher jedoch nicht. Nun war die Gelegenheit jedoch günstig, da die Nase sowieso operiert werden musste. Dadurch würden sich die Kosten drastisch reduzieren, da der größte Teil der OP von der Krankenkasse übernommen werden würde. Ich wurde ins Krankenhaus überwiesen und führte ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt. Es wurden viele Fotos im Profil und von der Seite gemacht, um die Ausgangslage festzuhalten. Ich wurde über die Risiken aufgeklärt und musste dann (ziemlich lange) auf die Genehmigung der Krankenkasse warten. Allerdings war ich sehr erfreut, als die Krankenkasse mir dann schließlich mitteilte, dass sie die kompletten Kosten der Operation, einschließlich Nasenkorrektur, übernehmen würde.

Die Angst vor der OP wird durch die Aussicht auf eine optische Aufwertung wirklich stark gemindert. Nach den üblichen Untersuchungen und einer unruhigen Nacht ging am nächsten Tag alles ziemlich schnell. Die Operation hat ungefähr 1 Stunde gedauert, allerdings musste ich insgesamt eine Woche im Krankenhaus bleiben. Diese Zeit wurde doch jetzt ziemlich lang, vor allem, da ich das Resultat der OP weder sehen noch sonst irgendwie bemerken konnte. Jeden Tag wurde die Nase gereinigt und abgesaugt. aufgrund der Tamponaden in der Nase konnte ich nur durch den Mund atmen. Ich hatte eine Schiene auf der Nase. Nach meinem Krankenhausaufenthalt musste ich noch eine ganze Zeit täglich zum HNO-Arzt.

Nach insgesamt  3 Wochen war ich wieder arbeitsfähig. Schmerzen hatte ich während der ganzen Zeit überhaupt nicht, lediglich das Entfernen der Tamponaden war etwas unangenehm, aber das waren nur einige Sekunden und ich fasste es eher als Befreiung auf, denn durch den Mund atmen ist auf Dauer doch sehr unschön und trocknet Lippen und Hals ganz schön aus. Aber das Ergebnis hat nicht nur mich, sondern auch meine Freunde und Bekannte erstaunt. Ich bin sehr froh, dass ich mich zu diesem Schritt entschlossen habe und würde es jederzeit wieder tun, auch wenn ich es selbst zahlen müsste. Ich hätte nie gedacht, das die Korrektur der Nasenlänge eine so deutliche Veränderung und Aufwertung für das ganze Gesicht ausmachen kann. Ach ja: Das Atmen geht übrigens jetzt auch besser.”